Tricks gegen den Silvesterkater

 

© shangarey AdobeStock 542360550

Der Kater Sylvester aus dem Zeichentrick-Ensemble „Looney Tunes“ gefällt uns eventuell noch – der Silvesterkater dagegen ist ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, der uns den ersten Tag im neuen Jahr gründlich vermiesen kann. Kreislaufbeschwerden, Schädelbrummen, Übelkeit und bleierne Müdigkeit; das wollen wir nicht haben.
Wenn schon sündigen, dann richtig: Weitsichtige schlagen bereits über die Stränge, bevor der Alkohol in Strömen fließt. Wer beim Silvestermenü tüchtig zulangt bei eiweiß- und fetthaltigen Speisen, der legt den richtigen „Boden“, der resistenter gegen alkoholbedingte Ausrutscher/Beschwerden ist. Der Anstieg des Alkoholspiegels im Blut geschieht so wesentlich langsamer, als wenn die „geistreichen Getränke“ einen leeren Magen antreffen. Selbst bei Braten mit Soßen und nahrhaften Mehlspeisen, bei Pizza und Pasta dürfen wir in Erwartung einer feucht-fröhlichen Nacht zuschlagen.
Und weil der Abend lang ist, dürfen wir zwischen dem einen oder anderen Gläschen Sekt oder Bowle immer wieder in die Schälchen mit Käsewürfeln, Nüssen, Laugengebäck, Chips und Ähnlichem greifen, um eben bei der (Salz-)Stange zu bleiben und dem drohenden Mineralstoffmangel vorzubeugen. Diesbezüglich und zum „Verdünnen“ ist es wichtig, zu jedem Glas eines alkoholischen Getränks ein „unschuldiges“ Glas Mineralwasser zu trinken. Das hilft ungemein! Der enthaltene Zucker in Glühwein, Cocktails und Bowle dagegen ist ein wahrer Turbo, der die Wirkung des Alkohols verstärkt. Auch wenn das Angebot sowie die Versuchung groß ist: Besser nicht zu viel durcheinandertrinken! Sonst steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man den neuen Tag mit diesem unangenehmen, dumpfen Schmerz im Kopf begrüßen muss. Für das Schädelbrummen ist übrigens neben dem Kreuz-und-quer-Trinken vor allem die unzureichende Wasserzufuhr verantwortlich. Alkohol entwässert! Deshalb: Unbedingt vor dem Schlafengehen noch einmal ordentlich Wasser „tanken“, bevorzugt unter Zugabe einer Magnesiumtablette.


Katerfrühstück


Rollmops, saure Gurken, salzige Suppe oder schon wieder : Salzstangen! „Partypeople“ haben meist Appetit auf Salzhaltiges, das Mineraliendefizit will wieder aufgefüllt werden. Sollte der Magen feste Nahrung (noch) nicht akzeptieren, ist man mit Tee oder einem Glas Orangensaft gut beraten. Getrunken werden muss auf jeden Fall. Apropos: Die Idee, dass erneuter, zeitnaher Alkoholkonsum die Sünden der vergangenen Nacht neutralisiert, ist absoluter Unsinn. Entgiften ist jetzt angesagt.
Um am „Tag danach“ nicht zu sehr leiden zu müssen, hilft auch eine Kopfschmerztablette, bei Übelkeit beispielsweise Ingwertee oder Nux vomica (Brechnuss). Ein paar Kügelchen auf der Zunge zergehen lassen und die Übelkeit verschwindet.

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