Lästige Parasiten beim Baden in Freigewässern

 

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Endlich Sommer, Sonne, Urlaub, Ferien … endlich sich unbeschwert ins erfrischende Nass stürzen. Doch gerade in einheimischen Gewässern trüben nicht selten Parasiten, die Zerkarien, die Freude am Badespaß.
Bei diesen Spiel- und Spaßverderbern handelt es sich um Saugwurm-Larven (Trematoden), die weniger als einen Millimeter groß und somit für das menschliche Auge unsichtbar sind. Sie schwimmen (ab einer Wassertemperatur von etwa 20 Grad) im Wasser umher, auf der Suche nach brauchbaren Wirten, nach Wasservögeln. Die Zerkarien beabsichtigen sich in die Haut von Enten, Gänsen oder ähnlichem Getier zu bohren, um sich in deren Körper weiterzuentwickeln und Eier zu produzieren. Diese werden dann mit dem Kot der armen Enten wieder ausgeschieden und die nächste Generation ist am Start.
Wir Menschen hätten im Grunde mit der ganzen Sache nichts zu tun, würden nicht immer wieder solche wendigen Würmer versehentlich (in Ermangelung einer Ente oder ähnlichem) in unsere Haut eindringen, was weder dem Wurm noch uns zum Vorteil gereicht. Der Wurm bezahlt seine Verirrung mit dem Tod, denn unser Immunsystem lässt nicht zu, dass er uns als Wirt für seine Nachkommen missbraucht. Wir kommen da deutlich besser mit einem rötlichen, juckenden Hautausschlag davon. Als „Badedermatitis“ bezeichnet, ist der spätestens nach 20 Tagen wieder vollständig abgeheilt. Auf keinen Fall kratzen, sonst können Infektionen und Entzündungen entstehen, die eine ärztliche Behandlung erforderlich machen.
Wer den Zerkarien aus dem Weg gehen will, sollte Folgendes beachten:
  • An manchen Seen gibt es Hinweisschilder – diese sollten beachtet werden.
  • Da es sich bei den üblichen Wirten um Wasservögel handelt, liegt es nahe, dass dort, wo diese sich verstärkt aufhalten, auch die Zerkarien zu finden sind. Uferbereiche, die aussehen wie eine „Ententoilette“, sollten also eher gemieden werden, zumal der Vogelkot jede Menge Keime und Parasitenlarven enthält.
  • Im lauen, flachen Uferbereich und an stark von Pflanzen bewachsenen Stellen lauern die Zerkarien bevorzugt auf (vermeintliche) Wirte.
  • Im tieferen, kühleren und auch bewegteren Wasser (leichte Strömung) dagegen sind die Saugwürmer weniger präsent.
  • Auch die nasse Badekleidung kann noch „kontaminiert“ sein. Am besten gleich nach dem Plantschen gründlich abtrocknen und umziehen.
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