Pilzinfektionen im Intimbereich

 

© gballgiggs AdobeStock 270319376
Ob „Männlein“ oder „Weiblein“ – beide sind vor Pilzinfektionen im Genitalbereich nicht sicher. Allerdings haben die Damen der Schöpfung hier eindeutig „die Nase vorn“: Etwa zehnmal so häufig sind sie betroffen. Beim Auslöser der Erkrankung handelt es sich meist um den Hefepilz Candida albicans, einen gewöhnlichen „Bewohner“ menschlicher Schleimhäute, der normalerweise nicht stört, da er durch unser Immunsystem in Schach gehalten wird. Ist allerdings unsere Krankheitsabwehr geschwächt und/oder befindet sich die Schleimhaut nicht in Balance, kann er sich ungehindert vermehren und die bekannten Beschwerden auslösen.
Scheidenpilz
Das saure Milieu der Vaginalschleimhaut macht Krankheitserregern wie Pilzen und Bakterien üblicherweise das Leben schwer. Dass dennoch Vaginalpilz zu den am häufigsten therapierten Erkrankungen in der Gynäkologie zählt, steht in Zusammenhang damit, dass die Scheidenflora sich durch unterschiedliche Einflüsse aus dem Gleichgewicht bringen lässt. Hormonschwankungen können dabei eine Rolle spielen (je höher der Östrogenspiegel, desto „süßer“ das Scheidenmilieu. Pilze lieben Zucker, er beschleunigt ihr Wachstum). Vor den Wechseljahren und ganz besonders, wenn eine Schwangerschaft besteht, haben die Hefepilze gute Chancen, die Oberhand zu gewinnen. Weitere Faktoren spielen eine Rolle: Kleidung, die durch enges Anliegen oder aufgrund der Materialen gute Bedingungen für die Hefepilze schafft, eine geschwächte Immunabwehr, Stress, mangelnde sowie übertriebene Intimhygiene, ein Abwischen nach dem Toilettengang in die falsche Richtung oder Sexpraktiken, die eine Schmierinfektion der Vaginalschleimhaut mit Darmbakterien ermöglichen und so deren natürliches Gleichgewicht stören.
Bei Männern sind Pilzinfektionen im Genitalbereich seltener
Auch bei Männern kann unangemessene Intimhygiene, falsche Kleidung, Stress, die Einnahme bestimmter Arzneimittel die Entwicklung von Genitalpilz begünstigen – eine Vorhautverengung und fortgeschrittenes Alter erhöhen das Risiko.
Symptome
Durch Juckreiz oder auch ein „Brennen“ im Bereich von Vagina, beziehungsweise Vorhaut und Eichel macht sich die Pilzinfektion bemerkbar. Unbehandelt können sich Entzündungen entwickeln mit Schwellung, Rötung und Schmerz, der insbesondere beim Urinieren und/oder beim Geschlechtsverkehr auftritt. Bei Frauen tritt häufig ein hellgelber, eher krümeliger Ausfluss auf. Auch bei Männern kann es zu Ausfluss kommen.
Behandlung
Mithilfe eines geeigneten lokalen Antibiotikums (Salbe, Scheidenzäpfchen) und der richtigen Anwendung bekommt man das Problem gewöhnlich in den Griff, eine Selbstmedikation ist grundsätzlich möglich. Allerdings sollte im Zweifelsfall eine Gynäkologin/ein Urologe aufgesucht werden, um die Ursache der Erkrankung vollständig abzuklären und gezielt zu behandeln. Social Buttons von Facebook, Twitter und Google anzeigen (Datenschutzbestimmungen)
weiterempfehlen drucken
Pickel durch Schokolade oder Alkohol - ein Mythos?
Pickel durch Schokolade oder Alkohol - ein Mythos?


Meilensteine der Medizin - Der Herzschrittmacher
Meilensteine der Medizin - Der Herzschrittmacher


Trainieren nach Körpertyp: Softgainer, Hardgainer oder Normalgainer
Trainieren nach Körpertyp: Softgainer, Hardgainer oder Normalgainer


Was ist eigentlich Bioverfu?gbarkeit?
Was ist eigentlich Bioverfu?gbarkeit?


Graue Haare durch Stress
Graue Haare durch Stress


Trotz Xerostomie: Da bleibt kein Mund trocken
Trotz Xerostomie: Da bleibt kein Mund trocken


 Drucken |  Seite empfehlen Impressum / Datenschutz  |  Kontakt

Preise inkl. MwSt. Nicht mit Kundenkartenrabatten kombinierbar. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen und solange der Vorrat reicht. Irrtümer vorbehalten.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
* bisheriger Preis

Link zum Versandhandels-Register