Alles über Diabetes, 8. Teil: Sport bei Diabetes

Es gibt zwei gute Nachrichten, betreffend Diabetes und Sport: Regelmäßige Körperertüchtigung kann, erstens, verhindern helfen, dass es überhaupt zu einer Diabetes mellitus II-Erkrankung kommt und, zweitens, im Falle insbesondere einer Typ II-Diabetes, einen guten Teil zur Regelung des Blutzuckerspiegel beitragen.

Wie funktioniert Blutzuckermanagement mittels Sport?

Tücke aber auch Chance bei der Diabetes mellitus II-Erkrankung liegt in der Tatsache, dass die Insulin-Produktion nach und nach sinkt. Dass die Bauchspeicheldrüse mit der Zeit immer „fauler“ wird, resultiert aus der sinkenden Empfindlichkeit der Zellen gegenüber dem Hormon Insulin (Insulinresistenz). Als Folge dieser Resistenz zirkuliert mehr Zucker als nötig im Blut (erhöhter Blutzuckerspiegel). Sport bietet uns die Möglichkeit, die Empfindlichkeit der Zellen gegenüber Insulin wieder zu steigern (und somit die Blutzucker-Aufnahme der Körperzellen).
Neben der richtigen Ernährung und medikamentösen Behandlung ist Training also ein wichtiges Werkzeug, um den Glukosespiegel im Zaum zu halten – und das ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen (jedenfalls ohne negative). Weitere positive „Nebenwirkungen“ hat regelmäßige sportliche Betätigung durchaus: Auch das Körpergewicht und der Cholesterinwert können sich dadurch nach unten bewegen – im Verein mit dem ordentlichen Blutzuckerspiegel wird die Gefahr, an Arteriosklerose (Arterienverkalkung) mit der möglichen Folge eines Infarktes zu erkranken, reduziert.

Welcher Sport ist für Diabetiker der beste?

Um es gleich vorwegzunehmen: Der beste Sport ist jener, der Spaß macht, sich moderat (ohne Überanstrengung) und mehrmals wöchentlich ausüben lässt. Der Spaß an der Sache ist deshalb so wichtig, weil sonst die guten Vor- und ersten Ansätze aufgegeben werden, bevor sie eine Wirkung entfalten konnten. So unterschiedlich die Menschen, so unterschiedliche Möglichkeiten der Körperertüchtigung gibt es – man muss nur die richtige für sich entdecken. Kraft- oder Ausdauersport – Diabetologen empfehlen meistens eine Kombination aus beidem – sind sinnvoll, ob im Verein, im Fitness-Studio oder zuhause im stillen Kämmerchen; ob man lieber alleine vor sich hin sportelt oder sich gemeinsam mit anderen betätigt, stellt ein wichtiges Auswahlkriterium dar. Schwimmen, Walken, Radeln, Wandern (‚Laufen ohne zu Schnaufen‘), Tischtennis-Spielen oder den Hula-Hoop-Reifen um die Hüfte tanzen lassen … der Zweck heiligt die Mittel! Das Vorliegen körperlicher Einschränkungen kann die Auswahl zwar etwas eingrenzen, doch es findet sich sicher das individuell Richtige; so sind Schwimmen oder Radfahren zum Beispiel sehr gelenkschonend. Weniger ist manchmal mehr – Diabetikern wird generell empfohlen, keine langen, sondern häufige, regelmäßige Trainingseinheiten zu absolvieren. Und: Langsam beginnen – der Körper muss sich erst an die ungewohnte Herausforderung ‚Sport‘ anpassen, und Gelegenheit haben, die notwendige Kondition (Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit) dafür bereitzustellen.

Bevor man zur Tat schreitet …

… sollte man sich mit seinem Arzt beraten, insbesondere wenn man bereits an Diabetes mellitus (I oder II) erkrankt ist. Schließlich tut man sich nur etwas Gutes, wenn die sportliche Belastung abgestimmt ist auf die persönlichen Voraussetzungen – Blutzucker soll zwar abgebaut, aber eine Unterzuckerung vermieden werden. Doch auch für diesen Fall wird der Arzt instruieren; insbesondere wenn eine Behandlung mit Medikamenten und/oder Insulinspritzen erfolgt. Nach ärztlicher Anweisung kann es sogar angebracht sein, die Insulindosis an Trainingstagen zu reduzieren.
Gefährlich kann ein durch zu hohe oder zu andauernde Belastung erzeugtes Blutzucker-Defizit vor allem dann werden, wenn es nicht bemerkt wird. Es kommt tatsächlich vor, dass Symptome wir heftiges Schwitzen (Kaltschweißigkeit), Blässe, Zittern oder ein rasender Puls als bloße Folgen der körperlichen Anstrengung interpretiert werden. Deshalb ist unbedingt anzuraten, eventuelle Trainingspartner über das Vorliegen der Krankheit und das richtige Verhalten beim Auftreten einer Unterzuckerung zu informieren. Wenn man als Typ I-Diabetiker neu ein Sportprogramm ausführt, wird ärztlicherseits gerne eine Blutzuckermessung nach etwa 30 Minuten empfohlen, um zu sehen, wie sich der Glukosewert unter der Belastung entwickelt. Ständiger Begleiter beim Sport sollten auch schnelle Kohlehydrate, beispielsweise der klassische Traubenzucker, sein.
Oft unterschätzt wird übrigens die Tatsache, dass auch noch lange nach der sportlichen Aktion das Risiko einer Unterzuckerung besteht; das vor allem dann, wenn die Muskeln weiter Energie „ziehen“, um ihre Speicher wieder aufzufüllen. Zur Minimierung dieser Gefahr trägt erheblich bei, dass die Dauer des Trainings bei Typ I-Diabetikern begrenzt wird (deshalb: unbedingt vorher mit dem Arzt sprechen, dann ist man auf der sicheren Seite).
 
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